Auferstehungskirche

Ein architektonisches und theologisches Meisterwerk ist unsere Auferstehungskirche in Rottach-Egern.
Sie finden sie in der Kisslingerstraße 25, 83700 Rottach-Egern.

Unmittelbar nach dem 2.Weltkrieg war die Zahl der Evangelischen noch gering (etwa 500). Doch in den Nachkriegsjahren kam eine große Menge Evangelischer, vor allem aus den Ostgebieten ,an den Tegernsee, so dass neben der Pfarrei Tegernsee auch in Bad Wiessee (1947) und Gmund (1949) eigene Kirchengemeinden entstanden.

Durch den großen Zuzug von Evangelischen (1954 waren es bereits 3.000), die vor allem in Rottach-Egern, Weißach und Kreuth lebten, reichte die Tegernseer Kirche nicht mehr aus. Auch die schlechten Verkehrsverbindungen erforderten Gottesdienste in den einzelnen Orten und so wurden zum Teil die Gottesdienste in den Räumen der Volksschulen, in Gasthofsälen oder im Altersheim Schwaighof abgehalten.

Deshalb begann 1952 Pfarrer Dr.Werner Naumann einen Kirchenneubau in Rottach-Egern vorzubereiten und einen Kirchenbauverein zu gründen. Ein geeignetes Grundstück fand sich auf dem Besitz der Familie Reinhard (Mesnergütl), gegenüber der Volksschule. Durch Briefe an Spender, Sammlungen und Verkauf von Bausteinen kamen allmählich Mittel zusammen, und die Landeskirche sagte eine großzügige Unterstützung zu. Sie beauftragte den Architekten Olaf Andreas Gulbransson mit der Planung.

Kurz nach der Grundsteinlegung am 8. November 1952 wurde jedoch durch Besitzwechsel der Nachbarn ein Grundstückstausch nötig, was zum Erwerb des jetzigen Grundstücks führte. Hier sollte eigentlich auch gleich ein Pfarr- und Gemeindehaus entstehen, weil ein zweiter Pfarrer den Südteil des großen Gemeindegebietes, das ja bis an die Landesgrenze reicht, betreuen sollte. Man schreckte jedoch vor den finanziellen Belastungen zurück und beschränkte sich zunächst auf die Kirche. Nachdem im Januar 1955 Pfarrer Heinrich Hell die Pfarrei übernommen hatte, konnte nach so manchen Schwierigkeiten am 24. Juli 1955 die feierliche Einweihung der Auferstehungskirche erfolgen. Zahlreiche Gemeindeglieder hatten sich durch größere Stiftungen an der Ausgestaltung der Kirche beteiligt: so sind z. B. Altar, Altarkreuz und die Kerzenleuchter, die Abendmahlsgeräte und Paramente, einige Farbfenster, der Taufstein und das Steinmosaik an der Haupttüre Gaben der Gemeindeglieder. 1958 stiftete ein Ungenannter die Stahlgußglocken mit elektrischem Läutwerk. 1974 erhielt die Gemeinde durch eine großzügige Stiftung die klangvolle Orgel, die nun die Empore schmückt. In der Folgezeit wurde auch die Empore ausgebaut; der rückwärtige Raum, der ursprünglich als Gemeindesaal gedacht war, erhielt Sitzgelegenheiten, so dass das Fassungsvermögen der Kirche jetzt über 400 Plätze ausweist