St. Quirinius

Filialkirche der Pfarrei Tegernsee
Erstes gemeinsames Projekt

Das unauffällige Kirchlein von St. Quirin - direkt an der Straße zwischen Gmund und Tegernsee - ist religiös wie künsterlisch eines der bedeutendsten Denkmäler des Tegernseer Tals. Es markiert die Stelle wo um 800 die Reliquien des hl. Quirinus bei ihrer Übertragung aus Rom ins Kloster Tegernsee zum letzten Mal Halt machten udn wo der Legende nach damals eine heilsame Quelle entsprang. 

   

Um 1170 ist erstmals eine hölzerne Kapelle über der Quelle erwähnt. Abt Kaspar Aindorfer ließ gegen 1460 die bis heute bestehende Steinkirche bauen. Unter Abt Bernhard Wenzl wurde sie 1676 umfassend im barocken Stilumgestaltet und mit Stuck von Schlierseer Künstlern ausgestattet. In ihrem Zentrum steht bis heute ein Rotmarmor-Brunnen als Fassung der Quirinius-Quelle. 

Nach der Säkularisation 1803 wurde die bislang dirket vom Kloster unterhaltene Kirche Filiale der Pfarrei Tegernsee. Sie wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt. Nachdem die letzte Renovierung des Inneren 1962-1968 erfolgte, sind inzwischen erneut schwere, durch die Lage an der Straße und See bedingte Schäden zu beheben.

Dr. Roland Götz, Kirchenhistoriker

Wie in dem aktuellen Faltblatt des Ökumenischen Kirchbauvereins Tegernsee, Rottach-Egern und Kreuth e.V. ausführlich dargestellt, haben die Talbewohner es in der Vergangenheit als konfessionsübergreifende, ehrenvolle Aufgabe und Tradition gesehen, sich gemeinsam für den Erhalt unserer Gotteshäuser zu engagieren.

Ausgehend vom Ursprung und der 1267-jährigen Geschichte des Tegernseer Klosters dürfen wir uns über mehrere glanzvolle und kunstgeschichtlich bedeutende Kirchen freuen. Allerdings nagt auch an denen stetig der Zahn der Zeit.

Ein besonderer „Patient“ ist nunmehr das für unsere Talgeschichte wichtige Kirchlein in St. Quirin. Wind, Wetter, die Lage an der Straße, das Grundwasser und die Feuchtigkeit vom See her haben ihm seit der letzten Renovierung des Innenraum (1962 – 1968) wieder arg zugesetzt. Schäden am Dachstuhl, Türmchen und Stuck innen sind deutlich sichtbar. Fachleute müssen diese Schäden noch genauer untersuchen, um dann die dringend notwendigen Maßnahmen einzuleiten.

Obwohl wir sicherlich von der Erzdiözese einen großzügigen Zuschuss erwarten dürfen, wird der Eigenanteil für die Pfarrgemeinde eine Größenordnung erreichen, die nicht so ohne weiteres zu stemmen ist.

Deshalb hat sich der Ökumenische Kirchbauverein das Ziel gesteckt, hier zu einer großen Unterstützung beizutragen.

So dankbar wir für Einzelspenden sind und so wichtig sie auch immer sein werden, so schön wäre es doch, wenn sich viele Mitbewohner im Tal - und darüber hinaus – zu einem regelmäßigen Beitrag als Mitglied im Verein entscheiden könnten. Damit könnte eine besser kalkulierbare Basis für unsere unterstützende Mitwirkung geschaffen werden.

Deshalb unsere herzliche Bitte: werden Sie Mitglied im „Ökumenischen Kirchbauverein Tegernsee, Rottach-Egern und Kreuth e.V.“ !

Übrigens, Ihren Mitgliedsbeitrag bestimmen Sie selbst! Aus Kosten- und Verwaltungsgründen sollte er allerdings nicht unter € 10,- pro Jahr liegen.

Herzlichen Dank im Voraus, Sie belohnen sich auch selbst, wenn Sie sich wieder über den schönen Anblick unseres kleinen Kunstdenkmals freuen können.

Gerhard Kainz,

Vorstandsmitglied