Ökum. Kirchbauverein

Evangelische und katholische Christen helfen gemeinsam

Habt ihr nicht genug mit Euren eigenen Kirchen zu tun? Müsst Ihr Euch auch noch um die anderen kümmern? Die Antwort beider Tegernseer Pfarrgemeinden: "Ja!" Und dazu: "So war es doch bei uns schon immer!"

Zahlreiche Kirchen, Glocken, Orgeln und Kunstwerke in unserem Tal wurden in den vergangenen Jahrhunderten im selbstverständlichen Zusammenwirken von evangelischen, katholischen und auch konfessionslosen Bürgerinnen und Bürgern des Tegernseer Tals gebaut, finanziert und erhalten. Baugrundstücke wurden geschenkt oder getauscht, Glasfenster gestiftet, Einrichtungen gespendet.

Etwas "Neues" machen wir also gar nicht. Der einzige Unterschied ist, dass wir das, was bisher so scheinbar selbstverständlich war, bewusst machen und in einer gemeinsamen Organisation zusammengeführt.

Theologisch gibt es keine Gründe mehr für eine Trennung der beiden Kirchen. Eine Einheitskirche braucht es aber dennoch nicht, denn dafür haben wir zu viele schöne unterschiedliche Traditionen, die dort verloren gehen würden. Was es aber braucht, ist Bewusstsein: Wir können als Brüder und Schwestern gemeinsam bauen, weil wir in den wesentlichen Dingen eins sind. Die letzten Generationen haben das auf beeindruckende Weise vorgelebt, wir greifen ihr Erbe nur auf und führen es im deutschlandweit wohl ersten "Ökumenischen Kirchbauverein" zusammen.

Dadurch wird es möglich, dass sich der Verein künftig um alle unsere 12 kirchlichen Gebäude von Kreuth über Rottach-Egern bis Tegernsee kümmern kann - egal ob evangelisch oder katholisch.

Dr. Martin Weber, Pfarrer
Geistl. Rat Monsignore Walter Waldschütz, Dekan